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18.08.2017 | Peter Spranger | Lindberg.

Ein neues Format: Dank an Ausbildungsbetriebe

Minister Helmut Brunner lud zum Sommerempfang für die Wirtschaft in Schloss Ludwigsthal

Viel Lob und Dank und jede Menge leckere selbstgebackene Kuchen und Torten erwarteten die Teilnehmer beim ersten „Sommerempfang für die Wirtschaft“. Staatsminister Helmut Brunner hatte dazu in das edle Ambiente des wunderbar restaurierten Spiegelsaals von Schloss Ludwigsthal eingeladen. Rund 70 Chefinnen und Chefs von Ausbildungsbetrieben im Landkreis Regen aus den Bereichen Handel, Handwerk, Dienstleistungen und Industrie waren der Einladung gefolgt. Brunners Anliegen: diesen Betrieben einmal von Seiten der Politik für die Leistungen zu danken, die sie für unsere Heimat erbringen. 

Minister Helmut Brunner hatte die Chefs von Ausbildungsbetrieben aus dem Landkreis Regen ins Schloss Ludwigsthal eingeladen.

„Sie gehören zu den Schrittmachern und Vorreitern des Wirtschaftsaufschwungs bei uns“, hob Brunner hervor. „Sie haben in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten maßgeblich dazu beigetragen, dass der Landkreis Regen wie der gesamte Bayerische Wald und der Bezirk Niederbayern insgesamt sich zu einer der prosperierenden Regionen im Freistaat entwickelt hat.“ Als Ausbildungsbetriebe bieten sie dem Nachwuchs zudem eine fundierte, solide Ausbildung und schaffen berufliche Perspektiven, Karriere- und Aufstiegschancen in der Heimat. Oft sind es sogar die eigenen Söhne und Töchter, denen sie die Möglichkeit eröffnen, den eigenen Familienbetrieb zu übernehmen und so eine Tradition zu begründen oder fortzuführen.

Brunner bescheinigte den Firmenvertretern, dass sie mit ihrer unternehmerischen Lebensleistung, ihrem Mut, ihrer Kreativität und Entschlossenheit das wirtschaftliche Potential und die Innovationsfähigkeit unserer heimischen Firmen immer wieder unter Beweis stellen würden. „Der Bayerwald braucht sich vor niemandem zu verstecken“, stellte der Minister fest. Hier entstehe in vielfältiger Hinsicht Zukunft und es gebe etliche Firmen, die in ihren Branchen sogar zu den Weltmarktführern gerechnet werden könnten.

Bei aller (aktuellen) Diskussionswürdigkeit eines engen Verhältnisses von Politik und Wirtschaft gehört es nach Brunners fester Überzeugung zu den Kernaufgaben von Politik, wirtschaftsfreundliche und –förderliche Rahmenbedingungen zu schaffen und eine wohlüberlegte und sinnvolle Zusammenarbeit mit der Wirtschaft zu pflegen. Als Beispiele nannte er die Verbesserung der Infrastruktur (z. B. Straßenausbau, schnelles Internet, Sonderprogramm für den Breitbandausbau mit 1,5 Mrd. Euro) oder auch das Konzept der Technologietransferzentren. Dieses sei geradezu „ein Paradebeispiel für eine erfolgreiche Zukunftspolitik“! In den Technologie-Campi habe sich eine enge Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft, Entwicklern und Anwendern, Forschern und Firmen etabliert und bewährt, die beide Seiten voranbringt. Wer glaubt, ein solches Geschenk ablehnen zu müssen, habe dessen Wert für alle Beteiligten nicht verstanden.

Ein weiteres Mittel, mit dem die Politik gerade in Niederbayern die Wirtschaft überaus erfolgreich fördere, sei das Instrument der regionalen Wirtschaftsförderung. Allein 2016 habe die bayerische Staatsregierung knapp 39 Mio. Euro für Investitionen niederbayerischer Unternehmen bereitgestellt, so viel wie in keinem anderen Regierungsbezirk.

In sein Lob und seinen Dank bezog Brunner aber ausdrücklich auch die fleißigen und überaus betriebstreuen Mitarbeiter ein, ohne die die Erfolgsgeschichten der Firmeninhaber nicht selten gar nicht denkbar wären. Keine andere Region in der gesamten Europäischen Union habe 2016 eine geringere Arbeitslosenquote verzeichnet als Niederbayern. Die Menschen würden überaus gern in unserer Heimat leben und arbeiten, sie seien hier mit dem Herzen verwurzelt und würden von der Sicherheit und Lebensqualität profitieren, die ihnen der Bayerische Wald – auch mit seinen Freizeit-, Kultur- und sonstigen Angeboten – ermöglichen würde.

Auch der niederbayerische Regierungspräsident Rainer Haselbeck lobte in seinem Grußwort insbesondere das System der dualen Ausbildung in Schule und Beruf als vorbildlich und als Exportschlager, der weltweit Nachahmer finde. Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel habe bei ihrem ersten Treffen mit Donald Trump dieses Thema auf die Agenda gesetzt, um dem neuen US-Präsidenten das Geheimnis des wirtschaftlichen Erfolgs Deutschlands nahezubringen. Ebenso hob Haselbeck den robusten niederbayerischen Arbeitsmarkt und die Erfolge der regionalen Wirtschaftsförderung hervor. Der Regierungspräsident zeigte sich zudem beeindruckt vom herrlich renovierten Spiegelsaal von Schloss Ludwigsthal. „Hier dürfen sie mich gerne wieder einmal her lotsen“, meinte er an Eugen Stadler gewandt, der mit den Mitgliedern von „Pro Nationalpark“ und des CSU-Ortsverbands Lindberg die Organisation der Veranstaltung übernommen hatte. Bestens angenommen wurde das überaus reichhaltige und vielfältige Kuchen- und Tortenbüffet, das der Kreisverband der Frauenunion aufgebaut hatte. Die Getränke steuerte die Dampfbierbrauerei Pfeffer Zwiesel bei, und für die Musik sorgten Hermann und Ingrid Hupf aus Bischofsmais.

Zum Abschluss der rund zweistündigen Veranstaltung bekam Landratskandidat Stefan Ebner kurz die Gelegenheit, sich selbst und seinen „Heimatplan“ vorzustellen, den er zwischenzeitlich in der Rotwald-Glashütte ausführlich der Öffentlichkeit präsentiert hat. Er nannte dabei den Sommerempfang für die Wirtschaft „ein gelungenes neues Format, das beibehalten werden sollte“.