Aktuelles

Zur Übersicht

26.10.2018 | Regen.

Erste Eindrücke der E-Commerce-Schüler

Staatsminister a.D. Helmut Brunner bei einer Stippvisite an der Berufsschule

Nachdem die ersten 24 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Landkreisen Niederbayerns gerade einmal in den neuen Ausbildungsberuf hinein schnupperten, stattete ihnen der Initiator für diese neue niederbayernweite Ausbildungsrichtung, MdL Helmut Brunner, zusammen mit dem Schulleiter Oswald Peter einen Antrittsbesuch ab.

(vorne von links: Staatsminister a. D. Helmut Brunner, Klassenleiterin OStRin Michaela Loibl, Schulleiter OStD Oswald Peter)
Sowohl Schulleitung als auch die Auszubildenden hegen große Hoffnung in diese neue Ausbildungsrichtung. Der Bedarf wird noch steigen ist sich Helmut Brunner sicher. Deshalb war es ihm so wichtig, dass die BS-Regen als Standort gewählt wurde. Zumal aufgrund der zurückgehenden Schülerzahlen so manche Berufe in der Beschulung auf wenige Standorte konzentriert werden müssen. Für Brunner, Peter und die Klassenleiterin Frau Loibl ist dieser neue Beruf in Regen optimal angesiedelt, nachdem die Dialogkaufleute sich in Re-gen hervorragend bewährt und etabliert haben. Der Onlinehandel nimmt immer mehr zu und zählt in den nächsten Jahren zu den Wachstumsbereichen. Im täglichen Leben kaufen immer mehr Menschen im Internet oder online ein. Aus diesem Grund wurde der Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau im E-Commerce eingeführt. Die Schwerpunkte in diesem Berufsfeld liegen im Aufbau von Online-Shops, im Einpflegen der Produkte, in der Analyse von Kennzahlen, wie z. B. Retouren, Kaufabbrüche usw., in der Entwicklung von Marketingmaßnahmen, in der Kundenkontaktpflege sowie in typischen kaufmännischen Aufgaben, wie Rechnungen erstellen. Das Haupteinsatzgebiet der Kaufleute im E-Commerce liegt insbesondere in Unternehmen, die ihren Focus auf den Onlinehandel gelegt haben. Das können reine Online-Handelsunternehmen sein aber auch sogenannte Multichannel-Händler, d. h. Unternehmen, die sowohl stationären als auch Onlinehandel betreiben. Welche Voraussetzungen sollten man nun als Kaufmann/-frau im E-Commerce mitbringen? Zum einen sollte man ein gewisses Zahlenverständnis mitbringen, um die ganz alltäglichen kaufmännischen Tätigkeiten, wie z. B. Kalkulationen erstellen, Rechnungen schreiben und die Buchführung erledigen zu können. Zum anderen ist eine analytische Denkweise unverzichtbar, wenn es darum geht Kundenwünsche vorherzusagen und in Folge davon die richtigen Pro-dukte anzubieten. Schließlich ist es von Vorteil, wenn man über ein gutes Organisationstalent verfügt, weil es im Alltag schon mal stressig werden kann, wenn Kundenanfragen bearbeitet und Lieferfristen eingehalten werden müssen. Der Unterricht an der Berufsschule im 1. Ausbildungsjahr umfasst hauptsächlich die Gestaltung der Sortimente und das Erlernen, wie Waren- und Daten-flüsse optimal aufeinander abgestimmt werden. Im 2. Ausbildungslehrjahr liegt der Schwerpunkt auf der Umsetzung und Bewertung von Onlinemaßnahmen. Die Erstellung von ziel- und produktgruppengerechten Onlinemaßnahmen steht hier im Vordergrund. Aber auch die Neukundengewinnung und die Bindung von Stammkunden ist ein zentrales Thema. Im 3. Ausbildungsjahr schließlich steht die richtige Auswahl und die Bewertung von Online-Vertriebskanälen im Vordergrund. Kaufmännische Steuerung und Kontrolle sowie die Auswertung des Nutzerverhaltens und die daraus resultierenden Verbesserungsvorschläge bilden hier den Schwerpunkt. Beim Abschlussgespräch im Büro des Schulleiters Oswald Peter bedankte sich dieser noch einmal herzlich bei Helmut Brunner für seinen nachhaltigen und erfolgreichen Einsatz für unsere Berufsschule. Bereits vor sieben Jahren seien ja die Weichen erfolgreich gestellt, als es Brunner gelang die Dialogkaufleute nach Regen zu holen.