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05.11.2018 | Bodenmais.

Staatsminister und Aufsichtsratsvorsitzender a.D. Helmut Brunner zu Gast in Bodenmais

Staatsminister und Aufsichtsratsvorsitzender a.D. Helmut Brunner zu Gast in Bodenmais

Seit 1981 führt er den elterlichen Hof mit rund 45 ha eigenen Wald, seit 1994 saß er im Bayerischen Landtag, davon 5 Jahre als Vorsitzender des Ausschusses für Landwirtschaft und Forsten und „Vater“ der bayerischen Forstreform, und schließlich war er seit 2008 Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, und damit auch kraft Amtes Aufsichtsratsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten AöR – Helmut Brunner ist nicht nur weithin bekannt, er bleib auch immer in seiner niederbayerischen Heimat verwurzelt.

An der Lehrwerkstatt Oberlohwies: in der Mitte StM a.D. Brunner mit Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl (5. v.r.) und Stv. Forstbetriebsleiter Franz Thoma (7. v.r.) und dem übrigen Personal des Forstbetriebs Bodenmais
Und deshalb ließ er es sich auch nicht nehmen, am Ende seines Berufslebens – als Minister hat er ja am 21.März 2018 aufgehört, sein Abgeordnetenmandat endet am 5. November – seinem „Haus-Forstbetrieb“ Bodenmais einen Abschiedsbesuch abzustatten. „Von mir zu Hause zum Forstbetrieb Bodenmais sind es Luftlinie genau 10 km“, so Helmut Brunner, und Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl kann dazu bestätigen, „und genau so nah war Herr Brunner immer am Forstbetrieb, am Wald und an den Menschen, die hier und in ganz Bayern im Wald arbeiten!“ Im Rahmen einer Teambesprechung am Forstbetrieb nutzten die anwesenden Förster und Forstwirte die Gelegenheit ausgiebig, um mit Brunner sehr offen und freimütig ihre Ansichten über die Forstpolitik auszutauschen. Dabei ging es unter anderen um die Situation beim Holzpreis, der aktuell sehr stark unter den Sturmereignissen und Borkenkäferkalamitäten in ganz Europa leidet, aber auch um die Nachwuchsgewinnung in den Forstbetrieben. Der Forstbetrieb Bodenmais ist seit 2006 Ausbildungsbetrieb für die Forstwirte in der Region, viele junge Menschen haben die Ausbildung durchlaufen, gottseidank gibt es hier immer noch viele gute Interessenten für diesen schönen Beruf. Nicht einfach ist es dann nach der Prüfung, weil häufig nur Arbeitsplätze in den Nachbarbetrieben zur Verfügung standen. Das hielt wegen der großen Entfernung zum Heimatort dann doch den einen oder anderen davon ab, beim „Forst“ zu bleiben, um sich stattdessen was Anderes zu suchen. Hier sprach sich Brunner dafür aus, es allen Forstbetrieben zu ermöglichen, selbst und lokal für den eigenen Bedarf auszubilden. Nach intensivem Gedankenaustausch endete das Treffen dann bei einer zünftigen Brotzeit in der Lehrwerkstatt Oberlohwies des Forstbetriebs Bodenmais.