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05.11.2018 | Regen.

Letzte Sprechstunde als Abgeordneter

Helmut Brunner zieht Bilanz nach 24 Jahren Landtagszugehörigkeit

Sein Büro ist schon weitgehend ausgeräumt. Offiziell war der 5. November sein letzter Arbeitstag als Abgeordneter des Bayerischen Landtags. Dennoch hat der Staatsminister a.D. und MdL Helmut Brunner, Ende Oktober nach 24 Jahren Landtagszugehörigkeit seine letzte Bürgersprechstunde in seinem Bürgerbüro in Regen abgehalten.

Bevor er als Staatsminister berufen wurde, war Brunner jeden Montagvormittag für die Bürgerinnen und Bürger als Ansprechpartner, Fürsprecher und Ratgeber in Regen bei seinen Bürgersprechstunden da. In den letzten 10 Jahren als Minister konnte er aus Zeitgründen nicht mehr wöchentlich, aber nach Vereinbarung im vier- bis sechswöchigem Rhythmus den Hilfesuchenden nicht nur aus seinem Stimmkreis Regen/Freyung-Grafenau, sondern aus ganz Niederbayern und teilweise aus der Oberpfalz oftmals helfen. Dabei waren die Anliegen sehr unterschiedlich. Ob Versetzungsgesuche insbesondere von Lehrer, Finanzbeamten und Polizisten, Bauangelegenheiten, berufliche Probleme, Behördenschwierigkeiten oder Probleme in der Land- und Forstwirtschaft bis hin zu privaten Sorgen und Nachbarschaftsstreitigkeiten. Auch Bürgermeister und Vereins- und Verbandsvertreter haben Hilfe und Unterstützung nachgesucht. Insgesamt hat Brunner in den 24 Jahren Abgeordnetentätigkeit rund 600 Bürgersprechstunden abgehalten und ca. 2000 Anliegen bearbeitet. Natürlich konnte nicht immer das gewünschte Ergebnis erreicht werden, zumal wenn es um Sachverhalte ging, die bereits gerichtlich entschieden wurden. Oftmals waren es auch Rechtsfragen die zu klären waren. Auf die Frage ob Sie denn schon bei einem Rechtsanwalt gewesen wären, bekam Brunner nicht selten die Antwort: „Der kostet ja etwas!“ Auch wenn man nicht immer helfen konnte, war es für die Hilfesuchenden wichtig, ihr Problem vorzutragen und Rat zu bekommen. Die größte Genugtuung war für Brunner stets, wenn sich die Petenten nach seinem Einsatz persönlich durch einen Anruf oder einen Brief bei ihm bedankten. Als besondere Ehre hat er das große Vertrauen empfunden, das ihm entgegen gebracht wurde, waren es doch manchmal auch ganz persönliche Dinge, die ihm anvertraut wurden. Als Volksvertreter hat man nicht nur die Aufgabe Politik im Parlament zu gestalten, sondern auch als verlängerter Arm der Region die Interessen seiner Heimat zu vertreten und eben auch als „Anwalt“ der Bürger deren Interessen gewissenhaft wahrzunehmen. In all den Jahren hat Helmut Brunner auch für sich interessante und wertvolle Erfahrungen machen dürfen, auch wenn er sich manchmal wie ein Ombudsmann fühlte.